gruppe19 ist ein fluides Künstlerinnenkollektiv, das versucht künstlerische und soziale Praktiken miteinander zu verbinden, bzw. deren Schnittstellen zu erforschen. gruppe19 hat keine festgeschriebenen Mitglieder und versteht sich selbst daher nicht nur als eine „Community“, sondern vielmehr auch als einen temporäreren Moment der Möglichkeiten. Zusammen versuchen wir Räume und Augenblicke des Austausches zu finden, in denen wir von- und miteinander lernen können. Die gruppe19 entspringt vorwiegend einem kunstpädagogischen und kunstvermittlerischen Hintergrund, weshalb das Teilen, Sammeln und Weitergeben von Wissen aller Art von großer Bedeutung für das Kollektiv ist. Dabei liegt der Fokus der Gruppe vor allem auf (lokalen) Kollaborationen, die auch über die herkömmliche „Kunstbubble“ hinausreichen. Die künstlerisch-soziale Praxis der gruppe19 ist sowohl eine performative wie auch eine organisatorische. Letztere bezieht sich vor allem auf die Planung und Durchführung von temporären Kollaborationen (meist „Festivals“) mit Freundinnen aus den Bereichen der bildenden Kunst, Literatur, Musik, Tanz und nicht-künstlerischen
Hintergründen. Das Finden neuer Möglichkeitsräume dient dazu, Momente des
Ausprobierens, Kennenlernens, Austausches und Interagierens zu schaffen. Das
Interesse des Künstler*innenkollektives liegt daher nicht im „Outcome“, sondern
vielmehr in der Begegnung und im Miteinander: im Prozess.
Im Zuge der Ausstellung „Meetingpoint“ in der Galerie5020 sind Mitglieder der
gruppe19 regelmäßig vor Ort. Die Galerie5020 ist
einer der Meeting-Points für die Künstlerinnen Salzburgs. Das Ziel der Gruppe ist, diesen Meeting-Point wörtlich zu nehmen und die Galerie zu einem „Treffpunkt“ umzufunktionieren, in dem nicht nur ausgestellt, sondern buchstäblich gelebt und gearbeitet wird. Dabei spielen folgende Bereiche eine zentrale Rolle: ein Lebe-Raum (living room), eine Küche, ein Ort zum Wissensaustausch, ein Spiele-Ort und ein Schlafplatz. Viele dieser Voraussetzungen bringt die Galerie an sich schon mit. Die Besucherinnen sind dazu eingeladen, den Ausstellungsraum mitzugestalten und mitzuerleben. Das Kollektiv will die Tage nutzen, um vor Ort zu arbeiten,
miteinander ins Gespräch zu kommen, Begegnungen zu kreieren und ggf. neue
Kollaborationsmöglichkeiten entstehen zu lassen.

